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EU-Kommission veröffentlicht Strategie zur Armutsbekämpfung und Empfehlungen gegen Wohnungsnot

Die Europäische Kommission hat ein umfassendes Sozialpaket vorgestellt, das sowohl eine neue Strategie zur Armutsbekämpfung als auch einen Vorschlag für eine Empfehlung des Rates zur Bekämpfung von Ausgrenzung im Wohnungswesen umfasst. Ziel der Maßnahmen ist es, Armut und soziale Ausgrenzung in der Europäischen Union wirksamer zu bekämpfen und den Zugang zu angemessenem Wohnraum zu verbessern.

Strategie zur Armutsbekämpfung

Mit der neuen Strategie verfolgt die Europäische Kommission das Ziel, die Zahl der von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedrohten Menschen in Europa deutlich zu reduzieren. Die Strategie enthält verschiedene Maßnahmen zur Verbesserung sozialer Sicherungssysteme, zur Förderung von Beschäftigung, zur Bekämpfung von Kinderarmut sowie zur Stärkung der sozialen Teilhabe benachteiligter Bevölkerungsgruppen.

Darüber hinaus sollen die Mitgliedstaaten stärker dabei unterstützt werden, bestehende soziale Ungleichheiten abzubauen und den Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen wie Bildung, Gesundheit und sozialer Unterstützung zu verbessern.

Empfehlungen gegen Ausgrenzung im Wohnungswesen

Parallel dazu hat die Kommission einen Vorschlag für eine Empfehlung des Rates zur Bekämpfung von Ausgrenzung im Wohnungswesen vorgelegt. Hintergrund sind die in vielen Mitgliedstaaten steigenden Wohnkosten, Wohnungsmangel und die zunehmende Zahl wohnungsloser oder von Wohnungslosigkeit bedrohter Menschen.

Die vorgeschlagenen Maßnahmen umfassen unter anderem:

  • Verbesserung des Zugangs zu bezahlbarem Wohnraum
  • Prävention von Wohnungslosigkeit
  • Unterstützung besonders benachteiligter Personengruppen
  • Stärkung sozialer Wohnungsangebote
  • Förderung inklusiver Wohn- und Stadtentwicklungspolitik

Da es sich derzeit um einen Vorschlag der Europäischen Kommission handelt, müssen die Empfehlungen noch vom Rat der Europäischen Union verabschiedet werden.

Erste Reaktionen aus der Sozialarbeit

Der europäische Wohlfahrtsverband Eurodiaconia hat bereits eine erste Stellungnahme veröffentlicht. Darin werden die Bemühungen der Europäischen Kommission grundsätzlich begrüßt. Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass die Wirksamkeit der Maßnahmen entscheidend davon abhängen wird, ob die Mitgliedstaaten die vorgeschlagenen Ziele tatsächlich umsetzen und ausreichend finanzielle Mittel bereitstellen.

Insbesondere im Bereich Wohnen sehen viele soziale Organisationen dringenden Handlungsbedarf. In zahlreichen europäischen Ländern verschärfen steigende Mieten und ein Mangel an bezahlbarem Wohnraum die soziale Ungleichheit und erhöhen das Risiko von Armut und Ausgrenzung.

Fazit

Mit der neuen Strategie zur Armutsbekämpfung und den geplanten Empfehlungen gegen Ausgrenzung im Wohnungswesen setzt die Europäische Kommission wichtige sozialpolitische Impulse. Ob daraus konkrete Verbesserungen für die betroffenen Menschen entstehen, wird maßgeblich von der Umsetzung durch die Mitgliedstaaten und den weiteren politischen Entscheidungen auf europäischer Ebene abhängen.

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