Das Europäische Parlament hat in einer Entschließung klargestellt, dass Armut als Verletzung der Menschenwürde zu bewerten ist und deutlich entschlossener bekämpft werden muss. Die Abgeordneten fordern, dass die kommende EU-Strategie zur Armutsbekämpfung diese Einordnung ausdrücklich übernimmt und das Ziel formuliert, Armut spätestens bis 2035 zu beenden.
Zu den zentralen Punkten gehören eine stärkere finanzielle Ausstattung im EU-Haushalt, eine engere Koordinierung zwischen der EU und den Mitgliedstaaten sowie gezielte Maßnahmen gegen Kinderarmut – denn derzeit ist jedes vierte Kind in der Europäischen Union betroffen. Darüber hinaus sollen gute Beschäftigung, der Zugang zu bezahlbarem Wohnraum und zu öffentlichen Dienstleistungen ausgebaut werden. Auch ein EU-weiter Plan zur Beendigung der Obdachlosigkeit bis 2030 wird gefordert.
Die Initiative hat erhebliche Bedeutung für die sozialpolitische Debatte in Deutschland und für die EU-Anti-Armutsstrategie, die noch in diesem Jahr erwartet wird.
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https://jugendsozialarbeit.news/eu-parlament-fordert-staerkere-bekaempfung-von-armut/

