Mehrere EU-Mitgliedstaaten – darunter auch Deutschland – treiben derzeit Pläne voran, Abschiebungen verstärkt in sogenannte „Return Hubs“ außerhalb der Europäischen Union zu verlagern. Ziel ist es, abgelehnte Asylsuchende in Drittstaaten unterzubringen und von dort aus weiterzuführen oder dauerhaft zu halten.
Im Europäischen Parlament haben sich insbesondere konservative und rechtsgerichtete Fraktionen für entsprechende Modelle eingesetzt. Die Konzepte sehen vor, dass auch Familien mit Kindern in solche Einrichtungen gebracht werden können. Die Aufenthaltsdauer in diesen Zentren könnte dabei bis zu 24 Monate betragen – in bestimmten Fällen sogar darüber hinaus.
Kritiker:innen weisen darauf hin, dass sich parallel eine internationale Branche rund um Abschiebung, Lagerbetrieb und Sicherheitsdienstleistungen entwickelt. Private Unternehmen profitieren zunehmend von staatlichen Aufträgen im Kontext von Migration und Grenzpolitik. Gleichzeitig stehen die geplanten Maßnahmen wegen menschenrechtlicher und rechtlicher Fragen in der Diskussion.
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